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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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das Loch ein. Ferner haben sie noch eine eigenthümliche Weiseerfunden, in Gesellschaft zu rauchen, wenn nur wenige Pfeifenoder Rauchknochen vorhanden sind. An einem zum Liegenbequemen Ort machen sie ein Loch in die feuchte Erde undfüllen es mit Tabak an. Jeder, der an dem Vergnügen deSgemeinschaftlichen Rauchens Theil nehmen will, führt durchdie Erde einen Nohrstengel in das Loch ein, und so ziehensie auf dem Bauche liegend, den Rauch ein. Viele Kirgisen,Männer und Frauen, sind auch dem Schnupftabak sehr ergeben,den sie in kleinen, am Gurt hängenden Hörnchen bei sichführen.

Tabak erhalten die Kirgisen von den Karavanen derHandelsleute aus der Bucharei, China und Rußland , undzwar im Tausche gegen Pferde, Schafe, Häute und Pelzwcrk.Ilr. Meyer, der im Altai am Jrtisch Chinesische Grenzpostenbesuchte, gibt an, daß die Mandschuren Garnisonen ihren Soldmeist in Chinesischen Waaren, Tabak, Ziegelthee, Porcellanund Seidenzeugen beziehen, die sie großen Theils an dieKirgisen gegen Schafe absetzen. Sehr viel Tabak wird ausdem Russischen Reich in das Land der Kirgisen eingeführt.Die Kirgis-Kaisacken, sowie die der kleinen Horde am linkenUfer des Urals, erhalten den Tabak von Astrachan und Oren-burg. Die Kirgisen der mittleren und großen Horde, sowiedie, welche in den Steppen am Jschim und Jrtisch nomadi-siren, werden von den Handelsleuten in Petropawlosk, Omsk ,Semijarsk und anderen Städten mit Tabak versorgt. Hinund wieder wird an der Chinesischen Grenze auch Tabakgebaut, der reiche Ernten gibt, wie Putimstew fand, derim Jahr 1811 eine Karavane durch die Dsongarische Steppenach der Stadt Tarbagalai führte.

Auch in den östlichen Ländern Sibiriens hat sich das Tabak-

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