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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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jenseits des Omolon und der Kolyma , an den Küsten desEismeers von der Tschawan-Bucht bis zum Tschuktschischenund Schelagischen Borgebirge (Tschukskoi oder SchelaskoiNoß) und an den Ufern des Anadyr wohnenden Tschuklschengezählt werden. Sie zerfallen in nomadisirende und seßhafteTschuklschen. Jene nennen sich Tschaoukthous, sie führenauch den Namen der Rennthier-Tschuktschen, und scheinen einZweig der an der Südseite des Anadyr lebenden Koriaken zusein, mit denen sie in der Sprache und den Sitten überein-kommen. Die an den Küsten des Meers feste Wohnsitzehabenden Tschuklschen, die auch Namollos genannt werden,über welche der Lieutenant Koschelew ausführliche Nach-richten gegeben hat, sind viel kleiner von Statur und gleichenin vieler Hinsicht den gegenüber in Nordamerika lebendenEskimo's, wie auch Cochrane und Wrang el angegebenhaben. Sie reden einen Dialekt des Karalit oder der Eskimo-Sprache. Ihre Kahne, Hütten, Kleidungen und Gerath-schaften sind denen der Eskimo's ähnlich, und ihre Lebens-weise und Sitten sind dieselben. Man hat daher allenGrund zu vermuthen, daß sie aus Amerika über die kaumzehn Meilen breite BehringSstraße und über die in derselbenliegenden Inseln Jnalim, Imaglim und Dkivaki in Asien eingewandert sind.

Sowohl die mit ihren Rennthier-Heerden nomadisirenden,als die vom Fischfang lebenden seßhaften Tschuklschen rauchen,schnupfen und kauen Tabak. Capitän Cook '), der im Jahr1776 ihre Bekanntschaft machte, sah sie eifrig rauchen, undsie tauschten von ihm gegen Fische am liebsten Tabak ein.

') Letzte Reise Th.». S, 2 . 33.

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