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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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294
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rige Pflanzen. Die zum Rauchen, Schnupfen und Kauen be-nutzten Arten stammen alle aus den warmen und gemäßig-ten Landern Amerikas , von wo sie in andere Welttheile ein-geführt worden sind. Durch den Einfluß des Climas , des-Bodens und der Cultur sind viele Unter- oder Spielartenentstanden, welche irrthümlich von Botanikern als besondereArten aufgezählt wurden. Wir geben nur diejenigen Artenan, welche jetzt benutzt werden, mit ihren Unterarten, wie sievon Zeller i) und Metzger aufgeführt worden sind.

Erste Abtheilung.

Tabakarten mit rothen oder röthlichcn Blüthen.

I) Virginischer Tabak, lXieotinnn tnbnvum I,.

Die an dem Stengel sehr dicht stehenden, herabhängen-den, dick anzufühlenden Blätter sind länglich, lanzettförmigund zugespitzt. Die Seitenrippen der Blätter gehen von derHaupt- oder Mittelrippe unter spitzen Winkeln ab. DieBlüthen bilden weit ausgebreitete Rispen. Die rothenBlüthenröhren sind verlängert, gerade, walzenförmig, obenglockenförmig erweitert, und haben lange, zugespitzte, umge-bogene Saumzipfel.

Diese Art scheint ursprünglich in Virginien und Westindien einheimisch gewesen zu sein. Sie ist in Holland und Deutsch-land sehr verbreitet, und von ihr stammen die Holländischenund Pfälzer Tabake, sowie die des Elsaß, Frankens, Thü-ringens und Pommerns ab. Es gibt viele Spielarten, dievon einigen Botanikern als besondere Arten angeführt wordensind. Metzger hat folgende Unterarten beschrieben:

') Anleitung zum Tabaksbau. Carlsruhe 1837.

*) Landwirthschastliche Pflanzenkunde. Heidelberg 1841. S. 477.