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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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ligen Rückstand. Die hierbei sich verbreitenden Dämpfe ha-ben einen sehr starken Tabak-Geruch. An einer Kerze ver-brennt es mit rußender Flamme. Es blaut gerathetes Lack-mus-Papier sehr stark, löst sich im Wasser, Alkohol und Aether,sowie in fetten Lelen leicht auf und unterscheidet sich ebendurch seine gleichmäßige Lösbarkeit in Wasser und Aether vonden meisten Pflanzenalkaloiden.

Wichtig war es ferner zu untersuchen, ob die verschiede-nen Arten und Sorten von Tabak eine verschiedene MengeNicotins enthalten, und ob die am meisten geschätzten Tabakedie reichsten an Nicotin sind. Mit solchen Untersuchungenhaben sich O. Henri und Boutron^) beschäftigt, welchedie getrockneten Blätter Amerikanischer Tabake mit denen inFrankreich gewachsenen verglichen haben. Tausend Grammefolgender Tabak-Sorten enthielten an Nicotin:

Marpland Tabak

S,28 Gramme

Tabak aus dem Departement Lot

6,48 —

— aus dem Departement Lot und Garonne

8,20 —

— von Cuba

8,64 —

— aus Birginien

10,00 —

— aus dem Departement Ile und Bilain

11,20 —

— aus dem Departement du Nord

11,28 —

Andere Ergebnisse erhielt Schlössing^), der seine Unter-suchungen in der großen Tabak-Fabrik zu Paris anstellte,und dabei folgende Methode als die beste zur Darstellungdes Nicotins anwendete. Man bereitet aus Tabak ein Was-serextract, zieht dieses mit Alkohol aus und destillirt letzterenvon der Lösung wieder ab, bis ein dünnes Extract zurückge-

>) a. a. O.

Zonales cke Odimie et äs ?dx»!gue troisieme Serie '1'. 20. p. 348.