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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
Seite
322
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Vierter Versuch.

Man ließ eine Unze trockner Tabakblätter mit 6 UnzenWasser eine Stunde lang kochen. Die absiltrirte Flüßigkeitwurde bis zu 3 Unzen abgedampft. Diese wurden durch einRohr in den Magen eines starken, mittelmäßig großen Hundeseingeführt, und darauf wurde um die Speiseröhre ein Bandgelegt. Nach 3 Minuten zeigte das Thier Bestrebungen zumErbrechen, die sich mehrmals wiederholten. Hierauf tratenZittern und Konvulsionen ein, und 3 Stunden nach demBeibringen der Flüssigkeit erfolgte der Tod. Bei der Sec-tion fand man den Magen' leicht entzündet. Die Lungenwaren mit vielen blauen Flecke» bedeckt, und ihr Gewebewar dicht und mit Blut überfüllt.

Orfila hat endlich noch folgende von Macartney ge-machte Versuche mitgetheilt.

Erster Versuch.

Einem Kaninchen, dem der obere Theil des Schädelsweggenommen und die Hirnhäute eingeschnitten waren, wur-den auf das entblößte Hirn einige Tropfen empyreumatischenTabak-Dels gebracht, worauf binnen einer halben Stundekeine besondere Erscheinungen eintraten. Da man die Zungemit zwei Tropfen des Dels befeuchtete, starb das Thierschnell.

Zweiter Versuch.

Den bloßgelegten Hüftnerven eines Kaninchen befeuchteteMacartney wiederholt mit Tabaköl, ohne daß sich Zufällevon Vergiftung einstellten. Bei einem anderen Versuch durch-durchschnitt er einen isolirten Hüftnerven und tauchte diebeiden Enden in ein Gefäß mit solchem Del. Auch jetzt