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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
Seite
321
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Ein abermaliger Versuch der Art lieferte ein gleiches Er-gebniß.

Zweiter Versuch.

Einem Hunde von mittlerer Größe wurde ein Einschnittan der inneren Seite eines Schenkels gemacht. In dieWunde brachte man zwei Drachmen mit Wasser befeuchtetezerriebene Tabakblätter. Nach zehn Minuten stellten sichAnstrengungen zum Erbrechen ein, das Thier schien vonSchwindel befallen zu sein, und die Hinteren Gliedmaßenzitterten. Nach 30 Minuten war der Gang schwankend undder ganze Körper wurde von Zittern ergriffen. Bald daraufsiel das Thier auf den Bauch nieder, und es bemühte sichvergebens wieder auf die Füße zu kommen. Das Zitterndauerte fort. Nach einigen Augenblicken legte es sich auf eineSeite und blieb im erschlafften Zustande liegen. Nach Ver-fluß von 35 Minuten traten heftige Eonvulsionen ein. DieSinne schienen noch für äußere Eindrücke empfänglich zu sein.Das Athmen war nicht gehindert. Zwanzig Minuten darauferfolgte der Tod.

Dritter Versuch.

Orfila führte einem Hunde in die Wunde eines Schen-kels 16 Gran zerriebenen Tabaks mit 2 Drachmen Wassersein. Nach 10 Minuten erbrach sich das Thier zweimal. Eswurde von Schwindel und Zittern der Hinteren Gliedmaßenbefallen, und starb einige Stunden darauf. Bei der Sec-tion erschienen die Lungen dunkelroth, sie hatten hie undda blaue Flecken, und ihr Gewebe war dichter als gewöhnlich.Das Glied, an dem man die Wunde gemacht hatte, war ent-zündet.