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Wunden beobachtet. Schneller und heftiger erfolgen die Wir-kungen bei der Anwendung des empyreumatischen TabakölS.Bei manchen Thieren stellte sich schon der Tod ein bei bloßerBefeuchtung der Zunge mit diesem Del. Am schnellsten wer-den die Wirkungen wahrgenommen, wenn ein Aufguß, eineAbkochung des Tabaks, oder das emppreumatische Del in dasBlutgefäßsystem eingesprützt werden. In denen gleich nachdem Tode untersuchten Thieren sahen Harder, Brodieund Lrfila das Herz mit schwarzrothem Blute gefüllt.Letzterer fand ferner, daß die Lungen der Hunde dunkelrolhund mit blauschwarzen Flecken bedeckt waren. Zugleich zeigtesich das Gewebe der Lungen fester und sie sanken im Wasserzu Boden. Der Magen von Hunden, denen gepulverterTabak beigebracht worden war, erschien im Inneren gerathetund leicht entzündet.
Seitdem Posselt und Reimann in dem Tabak eineeigenthümliche, flüchtige, stickstoffhaltige und sauerstofffteieorganische Salzbasis, das Nicotin entdeckt haben, kann alserwiesen angesehen werden, daß dies das wirksame Principist, von dem die giftigen Wirkungen des Tabaks abhängen.Sie fanden bei ihren -Versuchen bereits, daß ein halber biszwei Tropfen Nicotin einen Hund schnell todten. Auch Henryund Boutron nahmen wahr, daß die Wirkung des Nicotinsauf Thiere so schnell und mächtig ist, daß man diesen Stoffals eins der stärksten Pflanzen-Gifte ansehen muß. BeiHunden und Vögeln angewendet, verursachte es stets denTod sehr schnell. Eine kräftige Taube, der ein TropfenNicotin in den Schnabel gebracht war, starb blitzschnell.Kleine Vogel starben schon, wenn man ihnen eine mitNicotin imprägnierte Röhre nahe brachte. Vier oder fünfTropfen tödteten starke Hunde immer sicher.