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scheu der Anwendung des Gifts und dem Eintritt des Todesverstoßen kaum dreißig Sekunden. In den Leichnamen fandman die Gefäße der Lungen mit schwarzem Blute überfüllt.Die rechte Herzhälfte enthielt viel schwarzes, aber wenig kon-sistentes und krumiges Blut. Die Gefäßhaut des verlänger-ten Marks war geröthet und in der Substanz des Markszeigten sich viele rothe Punkte.
Einige Versuche mit dem Nicotin hat auch Lrfila') ge-macht. War das Nicotin, deßen er sich bediente, wasserfrei, soreichten ein bis zwei Tropfen hin, einen Hund von mittlerGröße in ein bis drei Minuten zu todten. In das Auge einesHunds brachte er nur einen Tropfen ein, worauf dieser un-ruhig im Zimmer umherlief, dann plötzlich niederfiel, vonden heftigsten tetanischen Eonvulsionen befallen wurde undnach zwei Minuten todt war.
Eine Reihe von Versuchen über die Wirkungen des Ni-kotins wurden ferner von den Doctoren Van clon 6or-put und Vleminks^) an Säugethieren und Vögelnangestellt. Dieselben sind kurz folgende:
1) Ein kräftiger Hund, dem vier Tropfen Nicotins aufdie Zunge gebracht waren, machte einige schwankende Schritte,siel nieder, wurde von heftigen Eonvulsionen befallen, undwar in kürzerer Zeit als einer Minute todt.
2) Ein einziger Tropfen Nicotins, in das rechte Augeeiner Taube eingeführt, verursachte den Tod binnen einigenAugenblicken. Die Hornhaut des durch das Alkaloid berühr-ten Auges zeigte eine Trübung.
3) Einer anderen Taube wurde ein halber Tropfen
0 5o»rnsl äe kdlmie mvdickils. 1831. Ar. 7. ^nnsles 6'k^iene
Iiubliqns et meOecine legale. 1'. 46.
?) ?resse mvdicsle 1851. Ar. 20.27.