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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
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328
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S28

Bei dcr Section der durch das Nicotin getödteten Thierenahm man bei der Oeffnung der Bauch- und Brust-Höhleoft den Dust des Nicotins wahr. In allen Thierenfand sich ferner eine mehr oder weniger ausgebreitete Kon-gestion in den Hauten des Gehirns und Rückenmarks. Auchwaren die Lungen sehr gerathet oder livid.

Versuche mit dem Nicotin wurden endlich zu Turin vondem Professor Berutti und Doctor Bella >) gemacht. Hundeund Kaninchem denen man einige Tropfen Nicotins in dieMundhöhle gebracht und dann frei gelaßen hatte, zeigteneine große Unruhe; sie wurden von heftigem Zittern befallen,und leerten viel Speichel aus. Nach einigen schwankendenSchritten sielen die Thiere nieder, meistens auf die rechteSeite. Das Athmen war sehr beschleunigt, erschwert, pfeifendund röchelnd. Das Herz bewegte sich so schnell, daß mandie Pulsationen nicht zählen konnte. Dann traten leichteKonvulsionen ein, die schnell in Tetanus und Opistothonusübergingen, wobei die glänzenden Augen aus ihren Höhlenhervorgetrieben wurden. Nach einem Schrei und nach Aus-leerung von Harn und Koth trat der Tod plötzlich ein.Gleich nach dem Tod waren alle Glieder erschlafft, die Zungehieng aus dem Munde und war mit einer dicken Lage zähenSchleims bedeckt.

Obige Erscheinungen wurden ebenfalls wahrgenommen,wenn das Gift auf andere Theile als die Zunge angebrachtwurde. Die Zeit ihres Eintritts hieng ab von der Stärkeder Thiere, der Menge des angewendeten Gifts und den

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