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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Versuch 2.

An einem Frosch wurde die linke ^rterin und Vonajsclünliies. neben dem ktorvus isokiaciieus, hoch oben zwi-schen dem Steißbeine und Darmbeine unterbunden. Dannbrachte man ihm um 11 Uhr 47 Minuten 30 Sekundenzwei Tropfen Nicotins in die Mundhöhle. Nach 30 Sekun-den traten starke Zuckungen ein und nach Verfluß einer Mi-nute war er todt. Von 12 Uhr an wurde wiederholt derelektrische Reiz auf beide Schenkel angewendet, und es zeigtensich an beiden Zuckungen, die aber an dem Schenkel mitunterbundenen Blutgefäßen viel lebhafter und stärker warenals am anderen Schenkel. Um 2 Uhr 45 Minuten, als dieZuckungen in beiden Schenkeln schwach geworden waren,wurden die beiden Hüftnerven bloß gelegt. Anwendung deselektrischen Reizes aus den rechten Hüftnerven blieb ohneErfolg, während die Muskeln des linken Schenkels noch leb-haft zuckten, in den der Zutritt des mit dem Nicotin ver-mischten Bluts durch die Unterbindung der Arterie verhin-dert war.

Versuch 3.

Einem Frosch wurde etwas Nicotin in die Bauchhöhlegesprüht, worauf er sogleich einige Sprünge machte und nach15 Sekunden unter Zuckungen niederfiel. Mit gesenktemKopfe und angezogenen Gliedmaßen blieb er liegen und eszeigten sich nur noch einige leichte Zuckungen in den Mus-keln, besonders der Hinteren Gliedmaßen. Nach 3 Minutenwälzte er sich noch einmal auf den Rücken, und da man dieFüße streckte, zog er sie wieder an. Leichte Zuckungen inden Muskeln der Hinteren Gliedmaßen dauerten bis 30 Mi-nuten nach der Anwendung des Gifts fort. Nach 31 Minu-