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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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ten hörten sie auf und konnten durch Neizung der Nervennicht mehr erregt werden.

Dieselben Erscheinungen wurden an einem anderen Froschnach einer gleichen Einsprützung wahrgenommen, und er warnach 30 Sekunden todt.

Versuch

Einem Frosch wurde das Rückenmark durch eine zwischendem Schädel und ersten Halswirbel eingeführte starke Nadelzerstört, und dann ein Tropfen Nicotins in die Mundhöhlegebracht, worauf sogleich der Tod eintrat, ohne daß Zuckun-gen entstanden. Gleiches erfolgte bei einem anderen Frosch,dem das Rückenmark zuvor zerstört war. Nach Zerstörungdes Rückenmarks verursacht also das Nicotin den Tod, ohnedaß sich zuvor Eonvulsionen einstellen.

Versuch ö.

An einem Frosch wurde ein Waden-Muskel mit seinemNerven blos gelegt, und der Nerve mit einem Tropfen Ni-kotins befeuchtet, worauf in dem Muskel schwache Zuckungeneintraten. Als diese nach einer Minute und 17 Sekundenaufgehört hatten, war der Nerv mortisiciert und hatte seineReizbarkeit ganz verloren. Elektrische Neizung desselben ver-ursachte keine Zuckungen im Muskel mehr. Da dieser aberselbst directe elektrisch gereizt wurde, so traten Eontractionenein. Derselbe Versuch wurde mehremale mit gleichem Erfolgewiederholt.

Hierauf wurde an einem andern Frosch ein MisoulusK»8trovn6miu8 mit seinem Nerven präparirt und ausge-schnitten. Der Muskel wurde in ein mit Nicotin gefülltesGläschen getaucht, während der Nerv von dem Gifte nicht