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die linke Schenkel-Pulsader blosgelegt und in dieselbe einekleine metallene Röhre mit einem Hahn eingesetzt. Dann ließman aus derselben in zwei Schalen lO Cubik-Zentimeter Blutausfließen. Der einen Portion wurden sogleich vor demGerinnen 5 Tropfen Nicotins zugesetzt, worauf es eine dun-kele Färbung annahm, die jedoch beim Umrühren des Blutswieder verschwand. Beide Blut-Portionen gerannen nunin fast gleicher Zeit, die mit Nicotin jedoch etwas früheraber unvollkommener. Nach einiger Zeit zeigte sich auffallendein Farben-Unterschied in den Blut-Portionen, indem dasBlut, dem Nicotin zugesetzt war, viel dunkeler war als dasandere Blut. Zugleich hatte ersteres Blut ein ganz anderesAussehen, es war durchscheinend und gallertartig, und es schiedsich selbst nach 24 Stunden kein Serum aus. Man sahihm sogleich an, daß der Blut-Farbstoff und somit auch dieBlutkörperchen in der ganzen Masse aufgelöst waren, wäh-rend sich die andere Portion wie gewöhnlich verhielt.
Dies Aussehen für das unbewaffnete Auge wurde durchdie mikroskopische Untersuchung bestätigt. In dem mit Nicotinversetzten Blute fanden sich schon nach 2 Stunden kaumnoch einige Blutkörperchen, und auch diese waren nicht mehrnormal und wohlerhalten. Nach einiger Zeit waren alleBlutkörperchen verschwunden und die Blut-Flüssigkeit erschiengleichmäßig roth gefärbt, das Coagulum war schwach faserigund feinkörnig ohne Blutkörperchen und gleichfalls gefärbt.
Eine zweite Portion arterielles Blut, dem etwas mehrNicotin zugesetzt war, zeigte genau dieselben Erscheinungen,nur war die Auflösung der Blutkörperchen und die dunkleFärbung, sowie die gallertartige Beschaffenheit noch früherund stärker bemerkbar. Unverkennbar bringt das Nicotin«ine auffallende Veränderung im Blute hervor. Es glich