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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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dem nur ein Tropfen des Gifts auf daS entblößte Hirn an»gebracht war.

2) Wird Nicotin auf Organe angewendet, welche sensi-tive Nerven haben, oder wird es auf solche Nerven selbstangebracht, so verursacht es sehr schmerzhafte Empfindungen.Diese geben sich kund durch Geschrei, welches die Thiereausstoßen, oder durch große Unruhe und lebhafte Bewegungen,um sich der schmerzhaften Berührung zu entziehen. Auch beiMenschen bewirkt Nicotin, seist wenn es mit Wasser verdünntist, an allen empfindlichen Theilen, an den Lippen, auf derZunge und an der Bindehaut des Auges einen brennendenoder stechenden Schmerz, wie wir an uns selbst wahrgenom-men haben.

3) Das Nicotin geht sehr schnell in's Blut über, undmittelst dieses bringt es seine giftigen Wirkungen hervor,was besonders daraus erhellet, daß es am schnellsten tobtet,wenn es auch nur in sehr geringer Menge direkt in dasBlutgefäßsystem eingeführt wird.

4) Bei der großen Schnelligkeit, mit der das Nicotinwirkt, müssen wir annehmen, daß es zunächst durch die Venenund nicht durch die Saugadern, oder durch diese nur lang-sam, aufgenommen und in's Blut geleitet wird.

5) Blut, dem Nicotin zugesetzt ist, wird schwarzroth undgerinnt zu einer gallertartigen Masse, in der die Blutkör-perchen schwer zu erkennen sind. Hamburger*) hat schonwahrgenommen, daß Blut, dem eine Abkochung von Tabakbeigemischt wird, ein braunschwarzes Coagulum bildet.

6) Das in's Blut gelangte Nicotin verursacht eine sehr

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