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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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9) Das Herz pulsirt sehr lebhaft und schnell, so daß seinePulsationen kaum gezahlt werden können.

10) Unter obigen Erscheinungen wird die Reizbarkeit, dieEmpfindlichkeit und Thätigkeit des Nervensystems durch dasNicotin binnen sehr kurzer Zeit getilgt, die respiratorischenBewegungen hören auf und der Tod tritt plötzlich ein.

11) Bei Fröschen, denen vor Anwendung des Nicotinsdas Rückenmark zerstört wurde, erfolgt der Tod ohne vorher-gehende Eonvulsionen.

>2) Ist die Menge des angewendeten Nicotins für dieGröße und Kraft eines Thiers zu gering, um seinen Tod zuverursachen, so stellen sich zwar mehrmals Eonvulsionen ein,sie werden aber nach und nach schwächer, treten seltener einund das Thier bleibt am Leben. Das ins Blut gelangteNicotin scheint hier durch die Lungen zu entweichen.

13) In den durch Nicotin getödteten Thieren dauern dieBewegungen des Herzens meistens lange Zeit fort, oder sielassen sich doch, wenn sie aufgehört haben, durch unmittelbaran das Herz angebrachte Reize leicht wieder hervorrufen.Ausgeschnittene Froschherzen mit Nicotin befeuchtet, und selbstin Nicotin gelegt, hören nicht auf zu pulsiren, sondern setzenoft lange ihre Bewegungen fort.

14) Die Reizbarkeit der Nerven ist in den durch Nicotingebildeten Thieren entweder ganz getilgt oder doch so herab-geflimmt, daß sich Muskeln bei der Anwendung von Reizenverschiedener Art auf ihre Nerven gar nicht, oder nur schwachund für sehr kurze Zeit zur Eontraction bringen lassen.

15) Daß das Nicotin seine tödtliche Wirkung in Folgeder Tilgung der Nerventhätigkeit äußert, erhellet ferner daraus,daß bloßgelegte Nerven bei der Befeuchtung mit Nicotinschnell aufhören reizbar zu sein. Wendet man mechanische