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worin dasselbe aufbewahrt war, fand man rein. Dagegenhatte der Deckel der Kufe, womit das Kraut beim Einma-chen beschwert worden war, einen starken Tabakgeruch, undbei weiterer Untersuchung ergab sich, daß derselbe früher derBoden eines Schnupftabak-Fasses gewesen war, und in derFolge obige Bestimmung erhalten hatte. Den Kranken wurdeein Brechmittel verordnet, wodurch sie sich erleichtert fühlten.Sie erhielten dann schwarzen Kaffee mit Eitronensaft. Amnächsten Morgen befanden sie sich wieder ziemlich wohl; dochsahen sie noch blaß aus, hatten erweiterte Pupillen, fühltenMattigkeit in den Gliedern und Druck in der Magengegend.
Die schädlichen Wirkungen des Tabaks hat man fernerbei der Einbringung desselben in Form eines Klystiers zubeobachten Gelegenheit gehabt. Man bedient sich hierzu ent-weder eines Aufgußes oder einer Abkochung getrockneter Ta-bakblätter, oder des Rauchs, zu dessen Einführung mancherleiInstrumente ersonnen worden sind. Solche Klystiere werdenangewendet bei hartnäckiger LeibeS-Verstopfung, bei Koliken,eingeklemmten Brüchen und zur Wiedererweckung Ertrunkener,und es sind Beobachtungen vorhanden, in denen sie mit gu-tem Erfolg gebraucht wurden. Nach Beibringung eines sol-chen Klystiers wird die wurmförmige Bewegung des Darm-kanals beschleunigt, und es werden Darmgase und Exkrementeausgeleert. Der Gebrauch von Tabak-Klystieren erfordert je-doch große Vorsicht, und man darf zu einem Klystier nichtmehr als ein bis zwei Skrupel Tabak nehmen. Wird dieseDosis überschritten, so treten leicht Vergiftungs-Zufälle ein,Kopfweh, Schwindel, Uebelkeit, heftiges Erbrechen, Zitternder Glieder, kleiner schwacher Puls, kalte Schweiße, großeSchwäche, Konvulsionen, Ohnmachten und selbst der Tod,wie sich aus vielen Beobachtungen ergeben hat.