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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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In dem H.<!ti8 HoIvstioi8 ') ist folgender Fall mitge-' theilt: Eine vierzigjährige, seit langer Zeit an Hysterie lei-dende Frau war von einer hartnäckigen Verstopfung befallen,gegen die Purgirmittel und Klystiere vergebens angewendetworden waren. Man versprach sich gute Wirkung von einemstark reizenden Klystier, dem man eine Drachme gepulvertenTabaks zugesetzt hatte. Nach der Beibringung desselben stelltensich heftiges Leibgrimmen, Beängstigungen und Ohnmachtenein, denen nach wenigen Stunden der Tod folgte.

Richard 2 ) erzählt, daß eine öfters an hartnäckiger Ver-stopfung leidende Frau eine Tabak-Klystier bekommen hatte,worauf heftige Kolik-Schmerzen eintraten, sowie Ohrenklingen,Schwindel, Kopfschmerz, Uebelkeit und heftige Anstrengungenzum Erbrechen. Fünf Minuten darauf erfolgte eine Ohn-macht. Das Athmen war beschwerlich, der Puls langsam,die Pupillen zeigten sich erweitert, die Haut war kalt undfeucht, und der Unterleib aufgetrieben. Es wurden nun Kly-stiere von Olivenöl mit Opium angewendet, und erweichendeUmschlage gemacht, worauf jene Zufälle allmälig verschwan-den, doch litt sie noch mehrere Tage an Kopfschmerz unddie Pupillen blieben erweitert. Ansiaur^) hat folgendeBeobachtung bekannt gemacht: Eine an Eingeweidewürmernleidende Frau hatte auf den Rath eines Eharlatans einKlystier bekommen, welches aus einer Abkochung von zweiUnzen Tabak mit acht Unzen Wasser bestand. Bald nach der

Meokiaua in erstere muiieri d^stericae xeroicioss; 1» Ilelv.kaeil. 1762. Vol. S. p. 330.

2) üionvel Lxemple des effet8 toxiquen de I'iokusion des ksuilles dul'sbse doouee eu lavemeut; in dourual de kdiwie medivule. 1838.3 Serie 3'. 5. p. 163.

>) donrnal de lüiimie mediesle 1827. duio i». 23.