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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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dem eine leichte Aufregung, und zuweilen eine schnell vorüber-gehende Anwandlung von Schwindel und Beklemmung ver-bunden ist. Die durch das Nicotin gereizte Riechhaut sondertreichlich dünnflüßigen Schleim ab. Meistens bewirkt derSchnupftabak auch bei Menschen, die nicht an denselben ge-wöhnt sind, Niesen, das sich um so heftiger und öfter ein-stellt, je starker der Tabak ist.

Das Niesen wird nicht durch die Reizung der eigentlichenRiechnerven, oder des ersten Hirnnerven-Paars, und durchdie Erregung des Hirns bedingt, sondern es ist eine Nefler-Erscheinung des verlängerten Rückenmarks, welche durch dieHülfsnerven der Nase vom ersten und zweiten Ast des fünf-ten Nervenpaars hervorgerufen wird, die der Riechhaut auchfür andere Reize als Riechstoffe Gemeingefühl ertheilen. Beider Reizung dieser Nerven durch in die Nase eingeführtenSchnupftabak wird das verlängerte Mark erregt, und diesbewirkt mittelst Reflex durch die respiratorischen Nerven aufdie Muskeln des Ein- und Ausathmens die schnellen Ver-änderungen in den Athem-Bewegungen, welche das Niesenausmachen. Solches erhellet aus mehreren Beobachtungenan Menschen, denen die Riechnerven von Geburt an fehlten,oder zerrissen, oder durch Krankheiten zerstört waren, welchedaher nicht rochen, dennoch aber dem Niesen unterworfenwaren. So sah Pressot') beide Riechnerven in dem Leich-nam eines Mannes mangeln, der während seines Lebens nieGeruchs-Empsindungen gehabt hatte, demohngeachtet aber dieBerührung von in die Nase eingeführten fremden Körpern,Strohhalmen und Federn, empfunden, und dem der Schnupf-

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