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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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rungsmittel, weil sie sehr wenige stickstoffhaltige Bestandtheileund folglich auch wenige nährende Materien enthalten.

Wahrhaft beklagenswert!) und für die Zukunft große Be-sorgniffe erregend ist es, daß mit der unter obigen Verhält-nissen immer seltener werdenden Benutzung der nahrhaftenGetreideartcn und Hülsenfrüchte und dem häufigen Genußder schlecht nährenden Kartoffeln, eine zunehmende Schwächungund Entkräftung der unteren Volksklassen verbunden ist.Dies ergibt sich auf eine überzeugende Weise daraus, daßunter denselben jetzt viel häufiger als ehemals Krankheitenvorkommen, die in geschwächter, gestörter und mangelhafterErnährung begründet sind, wie Skropheln, Rhachitis, tuber-kulöse Lungensucht, Auszehrungen und Wassersüchten. Unterden niederen Volksklaffen und in den armen Gegenden, wodie Bevölkerung vorzüglich auf den Genuß von Kartoffelnbeschränkt ist, deren Ernten noch bei der verbreiteten Kar-toffel-Krankheit sehr wenig ergiebig ausfielen, nimmt mitjedem Jahr die Zahl der Siechen, Verwachsenen, Krüppelund Blödsinnigen zu.

Bei dem Mangel an kräftigen Nahrungsmitteln unddem daraus entspringenden öfteren Gefühl von Schwächeund Kraftlosigkeit stellt sich unter den ärmeren Volksklasseneine größere Neigung und ein öfteres Bedürfniß ein, Brannt-wein zu genießen. Auch das Rauchen und Kauen des narko-tischen Tabaks ist viel allgemeiner geworden, selbst bei Kna-ben, als ehemals.

Daß unter obigen Verhältnissen das physische Wohl unddie Kraft des Volks wirklich in Abnahme begriffen ist, dasbeweisen unläugbar und auf eine betrübende Weise die Eon-scriptions-Listen. Mit jedem Jahr mehrt sich, wie notorischist, die Zahl der zum Kriegsdienst Untauglichen. Längst