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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Besitz von Stiftungen und großen Capitalien gekommen.Viele Landleute sind Pächter geworden, die aber bei dergroßen Concurrenz den hohen Pacht nicht lange entrichtenkönnen, verarmen, Taglöhner und Proletarier werden. Seit-dem so viele Landereien in den Besitz jener gelangt sind,steigen die Preise des immer seltener werdenden Getreidesebenfalls fortdauernd, und der Getreidehandel ist ein sehreinträgliches Geschäft geworden. Die Regierungen, denenseit der Ablösung der Zehnten keine Getreide-Vorräthe aufden Nent- und Kammer-Boden zur Verfügung stehen, be-finden sich nicht mehr wie ehemals im Stande, dem Wucherder Getreidehändler durch Verkauf von größeren MastenGetreides um einen niederen Preis entgegen zu treten. Auchvermögen sie nicht mehr in Zeiten des Mißwachses armeLandleute durch Getreide-Vorschüsse zu unterstützen. Inobigen Verhältnissen sind vorzüglich die Ursachen der in Deutsch-land immer mehr einreißenden Noth und des wachsendenElends der unteren Volksklassen zu suchen.

Den bei fortdauernder Zunahme der Bevölkerung schonseit geraumer Zeit sehr fühlbar gewordenen Mangel an gutenNahrungsmitteln hat man längst durch die eingeführte Culturder Kartoffeln zu beseitigen gesucht, die jetzt überall in ganzDeutschland verbreitet ist. Kartoffeln machen das vorzüg-lichste, ja fast alleinige Nahrungsmittel der unteren Volks-klassen aus, sowie der Bewohner in den unfruchtbaren Ge-birgs-Gegenden des Schwarzwaldes, Westerwaldcs, der Rhön ,des Vogelsberges, des Thüringerwaldes, des Harzes, desFichtel- und Niesen-Gebirges. Sie sind aber, wie sattsamerwiesen ist, in Vergleich mit den kleberhaltigen Eerealien undHülsenfrüchten ein sehr schlechtes und unzureichendes Nah-