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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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393
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in neuester Zeit die vielen großen Wucher-Processe in Rhein-bayern bewiesen haben. Auch das Besitzthum derer, welcheaus Deutschland auswandern, geht meistens durch die Händeder Juden.

Wie jene nicht zu verkennend große Uebelstände, welchedie Wohlfahrt der niederen Volksklassen Deutschlands gefähr-den, und an denen der zunehmende Gebrauch des Tabakskeinen geringen Antheil hat, zu beseitigen sind, das wird fürdie StaatSökonomen und Gesetzgeber eine schwer zu lösendeAufgabe sein. Mit jedem Jahr werden jene Uebelständebemerkbarer werden, jemehr der Anbau des Tabaks und derRunkelrüben noch in Zunahme begriffen ist, und je mehrfruchtbarer Woben zur Anlegung neuer Schienenwege ver-wendet wird, welche ein Monopol der Regierungen und dergroßen Kapitalisten sind. Der Mangel guter, kräftiger Nah-rungsmittel wird immer fühlbarer werden, und die Noth unddas Elend der unteren Bolksklassen wird bei der Erhöhungder Getreide-Preise noch mehr wachsen. Man überlasse sichdem Wahne nicht, als könne der nöthige Bedarf an Ge-treide leicht durch die Zufuhr aus weit entlegenen Ländern,aus den Provinzen Rußlands , aus den vereinigten StaatenAmerikas, aus Aegypten und Syrien bestritten werden. Einesolche Zufuhr kann durch eintretende Kriege unterbrochenund unmöglich gemacht werden. Wie wenig aber auch einesolche Zufuhr in Zeiten des Friedens für die armen undunfruchtbaren gebirgigen Länder Deutschlands , in denenEerealien nicht in hinlänglicher Menge gebaut werden, unddie Zufuhr auf Kosten der Regierungen geschehen muß, zu-reichend ist; das hat zur Genüge die in jenen Ländern durchden Mißwachs der Kartoffeln öfters verursachte Hungersnvthbewiesen. In Schlesien, auf dem Thüringer Wald , auf dem