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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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man kleine Kugeln formt. Diese setzt man dem Tabak zu,um ihn kräftiger und erregender zu machen. Ein halbesQuentchen dieses Hanfs in einer Pfeife Tabak ist hinreichend,einen Menschen trunken zu machen.

Auch in Indien ist das Rauchen von Hanf hin und wie-der gebräuchlich. Man bedient sich der Indischen Hanfart(6unnulii8 inckiea), welche Olmrus, Lkirrus oder kuriA heißt.Die Bewohner Kaschmirs, sowohl das gemeine Wölk, als dieBrahminen, rauchen nach von Hügel*) vorzüglich die ge-trockneten Blüthen des Hanfs, welcher an unbebauten Ge-genden, besonders am Himalaya , in großer Menge wildwächst. Die Vornehmen gebrauchen dabei das Persische Ga-lyoun, das oft mit Silber und Gold verziert ist. Sehr ein-fach dagegen ist der Rauch-Apparat des gemeinen Mannes,welcher aus einer ausgehöhlten Kokosnuß besteht, die zurHälfte mit Waßer gefüllt wird. In eine Qeffnung der Nußwird der irdene Pfeifenkopf und in eine andere das Rohreingesetzt. Die Goher-Brahminen jedoch enthalten sich desBang-Rauchens und der geistigen Getränke ganz.

Dem Hanfrauchen sehr ergeben sind ferner, wie Hamil-ton^) und Fräser^) berichten, die Bhotyas oder Bhuteas,welche das Land Bhot oder Bhotan in der Alpen -Region,an den hohen Schnee-Piks der Himalaya -Gebirgskette vomIndus bis zum Brahmaputra bewohnen. Auf dem Marktezu Kathmandu ist der Charas ein wichtiger Handels-Artikel.Das Hanfrauchen kommt auch bei den Usbeken, Tatarenund Chinesen vor. Erstere setzen dem Hanf oft noch Opium

>) Kaschmir und das Reich der Siek. Stuttgart 1840. B. 2. S. 2SS.mit einer Abbildung.

2) Acoount ok kiepsl p. 2l2.

2 ) Journal ok a I°our tkrouxl» Himalaja p. 212.