Dosen, scheint nie der Tod plötzlich herbeigeführt zu werden.Wird in dieser Form eine ungewöhnlich große Menge vonTschandu verbraucht, so treten Kopfweh, Schwindel nndEkel ein, die sich nach eingetretenem Erbrechen allmäligverlieren. Hat sich jemand das Opiumrauchen angewöhnt,so halt es äußerst schwer demselben wieder zu entsagen, jaes ist selbst gefährlich, dasselbe plötzlich auszugeben.
Das täglich wiederholte und unmäßige Rauchen desOpiums wird mit der Zeit für die menschliche Eonsiitutionsehr verderblich, es untergräbt die Gesundheit, schwächt undzerstört die Geisteskräfte, und vernichtet alle Moralität. Dieschädlichen Wirkungen geben sich kund, wie schon Ainslibemerkt hat, durch große Abmagerung, Hinfälligkeit undKraftlosigkeit des Körpers, einen unsicheren und wankendenGang, durch Schwächung aller geistigen Vermögen, Verlustdes Gedächtnißes und durch eintretenden Blödsinn. DasAntlitz ist eingefallen und aschgrau, die Lippen und Augen-lider haben eine bläuliche Todtenfarbe, und die tiefliegendenAugen sind geröthet, trüb, glanzlos und matt wie abgestorben.Die Raucher verlieren die Eßlust, und haben nur nochNeigung zu süßen Nahrungsmitteln, Zuckersaft und Confect.Zuweilen stellen sich Zuckungen der Muskeln und temporärerWahnsinn ein. Besonders Morgens sehen die Opiumraucherwahrhaft erbärmlich aus, denn der Schlaf hat sie nicht ge-stärkt. Im Munde haben sie das Gefühl einer großenTrockenheit und eines Brennens, welches sie zum abermaligenErgreifen der Opiumpfeife antreibt. Unterlassen sie es, sostellen sich große Schwäche, Hinfälligkeit, Schwindel und
>) Usteria ^uckics, o» Opium Vol. l. p. 271.