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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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XX.

Das Schnupfen verschiedener narkotischenKräuter bei vielen VölkerschaftenSüdamerikas üblich.

Der Gebrauch, sich durch in die Nase eingezogene gepul-verte narkotische Krauter aufzuregen und zu berauschen, scheintbei den im Strom-Gebiete des Lrenoco und Amazonenflufseslebenden Völkerschaften sehr alt zu sein. Gumilla^) be-richtet schon von dem am Lrenoco wohnenden Indianer-Stamme der Otomacos, daß sie sich durch ein in die Nasegeführtes Pulver, welches sie Uupa nennen, in dem Gradeberauschen, daß sie ganz wüthend werden. Sie bereiten dasPulver aus den Samenkörnern einer Pflanze, welche fast wieTabak riecht, denen sie den Kalk gebrannter Schnecken-Ge-häuse zusetzen. Es verursacht sehr heftiges Niesen. Auch dieSalivas und andere am Drenoco sich aufhaltende Indianerschnupfen dieses Pulver, um sich vor dem Beginnen einesKampfs in einen Zustand von Wuth zu versetzen. DieserGebrauch herrschte noch bei den Otomaken, da sie von Hum-boldt^) besuchte. Er sagt von denselben, sie sind ein un-

>) Ilistoire äe I'Orenogne. 7. 1. p. 286.

2) Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents. B. 4.

S. S7S.

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