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dianern, welche die hohen Plateaus der Anden in Peru, Bo-livia und den benachbarten Ländern bewohnen, allgemeinüblich. Da die Coca ein unentbehrliches Lebens - Bedürfnißist, so ist sie ein wichtiges Culturgewächs und ein sehr ein-träglicher Handelsartikel geworden.
Nach Don Antonio de Ulloa*), der in der Mittedes vorigen Jahrhunderts Peru bereiste, ist die Coca in denHochlanden ein sehr gemeiner Strauch, der eine Höhe vonsechs bis acht Fuß erreicht. Ausführliche Nachrichten überdenselben haben neuerlichst Cachet, Pöppig?) und d'L r-bl'gnt)^) mitgetheilt. Die Coca, unter dem systematischenNamen Lr^tlirox^Ion peruvianum 8. eooa I.INN. bekannt,gehört in die Familie der Malpighiaceen. Sie hat kleine,glatte, schmale, länglich ovale Blätter, und schöne, weißeBlüthen, welche im Monat Mai erscheinen. Diese habenÄhnlichkeit mit denen der Weichsel-Kirsche. Die Frucht isteine Drupa von der Größe eines Pfefferkorns. Der Strauchgedeiht vorzüglich in den warmen, sehr feuchten und schatti-gen Thälern an den östlichen Abhängen der Anden vonPeru und Bolivia , in einer Höhe von 2—5000 Fuß überdem Meer. Hier baut man den Strauch mit großer Sorg-falt auf übereinanderliegenden, mit Steinen aufgeführtenTerrassen. Sehr viele und große Pflanzungen sah d'Orbignyin Bolivia , in den Provinzen Aungas, Larecaja, ApolobambaCochabamba und Caupolican. Pöppig fand solche auchin den Provinzen Huanuco und Quamalies, besonders imThale des Rio Huanuco, Rio Huaüaga und Monzon.