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[Schreiben an Leonhard Escher] / H.C. Escher
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391
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che freiere und daher meist sehr lehrreiche Ueber-sichten gewähren, so hat man meist 4 6 Stundenmühsam zu steigen , ehe man jihre hohen Gipfel er-reicht, und ist man durch die Witterung begün-stigt,'' so nimmt der hehre Anblick der Alpennaturmeist das Gemiith auch des bedächtlichsten Wanderers soein , dafs ihm wenig Zeit und wenig kalte Stim-mung übrig bleibt, 11m mit der erforderlichen Sorg-falt diejenigen geognostischen Beobachtungen [anzu-steilen , welche jede solche Ansicht in reichemMaafse liefert, wenn man sie aufzulinden weifs.Denn jede Kuppe liegt in der Streichungslinie der-jenigen Gebirgsformation zu der sie gehört, also lie-fert der Blick nach WSW., so wie der nach ONO.(als der Richtung der Streichungslinie der Alpen-kette) eine mehr und minder deutliche Prolilansichtder nämlichen Gebirgsformation , in der man sichbefindet, Nach den beiden übrigen Richtungenerhält man hingegen blose Längenansichten der be-nachbarten Gebirgsformationen. Wenn man sichaber auch hierüber bald zu orientiren wiifste, wieschwer ist es , aus dem ungeheuren Chaos von Ge-birgsstöcken, Felsenwänden, Gletschern, Thälern ,Schutthalden u. s w. sich auszulinden , um alle aufsolchen Standpunkten zu machende Beobachtungenanstellen , prüfen , ordnen und aufzeichnen zu kön-nen? und hat man auch hierüber beinahe dasUnmögliche geleistet , wo ist der Geognost, derwenn er mit seinen gesammelten vielen Beobachtun-