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Geschichte der Gemeinde Wetzikon / von Felix Meier ; herausgegeben von der Lesegesellschaft Oberwetzikon
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nalen Wahlen hatte jeder Kanton eine Wahlmännerversammlung, wozujede Gemeinde auf je 100 Bürger einen Wahlmann ernannte.

3. Distriktsbehörden.

Der Kanton Zürich war in 15 Distrikte eingetheilt; jeder derselbenhatte einen Statthalter zur Vollziehung der Gesetze und ein Gericht von9 Mitgliedern. Der Distriktsstatthalter und der Präsident des Distrikts-gerichtes wurden vom Kantonsstatthalter ernannt. Wetzikon gehörtezum Distrikt Uster , welcher daneben noch folgende Gemeinden um-faßte: Uster, Greifensee, Maur, Fällanden , Schwerzenbach und Volkets-weil. Die Sitzungen des Diftriktsgerichtes wurden in den Gasthöfenzum Sternen und Kreuz in Uster gehalten. Der erste Distriktsstatt-halter war Hans Jakob Weber zum Löwen in Wetzikon , geb.1759, gest. 1839. Sein Weibel hieß Kommissär; diese Stelle bekleideteHans Kaspar Hirzel von Unterwetzikon , geb. 1772.

4. Gemeindebehörden.

Die bisher zum Theil von einander unabhängigen Dorfschaften derKirchgemeinde Wetzikon wurden zu einer politischen Gemeinde, der soge-nannten Munizipalität, vereinigt, welche znr Besorgung der gemein-samen Angelegenheiten und zur Verwaltung des Gemeinde-, Kirchen-und Armengutes eine Verwaltungskammer wählte, an deren Spitzeder Munizipalitätspräsident stand; auch die Funktionen des Still-standes gingen an diese Gemeindebehörde über. Der Schreiber hießSekretär und der Weibel führte den Namen Agent. >

Schon im April 1798 rückten französische Heeresabtheilnngen ein,denen später noch andere nachfolgten. Im Frühling 1799 nahmen dieKaiserlichen, d. h. die Oestreichs, nach und nach den nördlichen und !östlichen Theil des Kantons in Besitz, drängten die Franzosen trotz der 'vielen Verschanzungen anr Zürichberg , zu deren Erstellung die umliegenden jGemeinden, selbst auch das entfernte Wetzikon , hatten mithelfen müssen, Iimmer mehr rückwärts und besetzten am 6. Juni die Stadt Zürich . Bei !den stattgefnndenen Kämpfen war hauptsächlich Dübendorf hart betroffen iworden. Die Franzosen faßten am Albis wieder feste Stellung. Indessen ^waren im August auch noch die Russen in das Gebiet des Kantons ein- !gerückt. Nach etlichen Wochen entbrannte der Kampf auf's Neue. Der ^französische General Massen« überschritt bei Dietikon die Limmat , drang ^gegen Zürich vor, schlug am 26. September nach hartnäckigem Wider- zstände die vereinigte Streitmacht der Kaiserlichen und Russen in die Flucht jund trieb sie binnen weniger Tage über den Rhein zurück. Schon am8. Oktober war der Kanton Zürich wieder vollständig in den Händender Franzosen. Bei der Retirade nach der Schlacht bei Zürich flüchtete jsich auch eine östreichische Heeresabtheilung über die Forch und zog >über Egg, Grüningen, Goßau und Wetzikon gegen Turbenthal und Wyl ;hin. Das Todtenbuch unserer Gemeinde enthält über diesen Durchzug j