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Im Herbst des Jahres 1858 erglänzte längere Zeit ein großer,wundervoller Komet und im Sommer 1870 und März 1871 erschienenNordlichter, die eine Stärke und Ausdehnung besaßen, wie mansolches noch nie erlebt hatte.
Die Wasserverheernng vom Juni 1876.
Donnerstag den 8. Juni zog vom Psannenstiel her ein heftigesGewitter gegen den Allmann hin, das hie und da mit Hagel begleitetwar. Freitags den 9. Juni lag am frühen Morgen über der Landschaftein dichter Nebel, welcher auf neue Gewitter schließen ließ. Diese bliebenzwar aus; aber dafür trat ein wolkenbruchähnlicher Regen ein, der ingleicher Stärke und ohne Unterbruch vom Samstag bis am Montaganhielt. Die sonst sanft dahinfließenden Büchlein wurden zu reißendenStrömen und es fand in Folge dessen in den Gegenden der nordöstlichenSchweiz eine schreckliche Ueberschwemmung statt. Der hochangeschwollene,wildtobende Kemptnerbach, der schon zu wiederholten Malen Unheil ge-stiftet, durchbrach Montags den 12. Juni, Vormittags, bei dem Geiß-ackersteg das User und wälzte seine schlammigen Fluchen, weit und breitdas Wiesengelände mit Steinen, Kies und Sand überführend, über dasRiet der aus dem Pfäffikersee fließenden Aa zu, wodurch diese zu nochnie gesehener Höhe anstieg und bei Stegen die größten Verheerungenanrichtete. Das damals den Wildbach überdeckende feste Gewölbe brachzusammen; in gewaltigem Wirbel ergoß sich die Wassermasse durch dieentstandenen Lücken, dieselben immer mehr erweiternd und an beidenUfern das Erdreich wegfressend. Hiedurch wurde auch die über denWildbach führende Brücke unterminirt; Stück um Stück stürzte in diebrausenden Flnthen, welche hierauf einen Theil der Straße und des nachder Schönau führenden Weges wegschwemmten. Noch immer war keineAbnahme des Wassers bemerkbar. Trotz der angestrengtesten Thätigkeitder dem entfesselten Elemente wehrenden Mannschaft wurde am Dienstagden 13. Juni endlich auch noch der vor etlichen Jahren bei der SpinnereiSchönau erstellte Damm angegriffen, den man für ewige Zeiten gebautzu haben glaubte. Die mächtigsten Quadersteine vermochten dem Anpralldes Wassers nicht zu widerstehen, sie stürzten donnernd in den Aabachhinunter. Der Weier entleerte sich; die schlammige Wassermasse wälztesich gegen Medikon zu, wo sie den Weier der Gebrüder Honegger mitGeschiebe ausfüllte und die Brücke an der Hauptstraße arg beschädigte.Ueberall ein schreckliches Bild der Zerstörung. Hätte der Kemptnerbachseinen gewöhnlichen Lauf beibehalten und sein Wasser im See verbreitenkönnen, so wäre eine solche Verwüstung kaum eingetreten. Ein Glückwar es, daß die Schleichen hinterhalb der ehemaligen Stegenmühle,welche zur Regulirung vom Wasserabflüsse des Sees dienen, dem ver-heerenden Elemente Trotz boten, sonst wäre dieser ausgetreten und dasThalgelände von Medikon bis Uster schauerlich zugerichtet worden. -