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V o r r e d e.
Den Gebrauch hatte ich so deutlich erkläret, dasses gewiss Niemand schwerer finden konnte, mit demSextanten Sonnenhöhen zu messen, als etwas mit einerWaage zu wägen.
Da aber der fertige Sextant das Porto zu sehrvertheuerte, und wegen seiner dreieckigen Form un-bequem zu packen und zu versenden war, so bin ichauf den Gedanken gekommen, dieser neuen Auflageeinen blossen Kupferstich beizugeben, und die Zu-richtung des Werkzeuges so deutlich zu erklären, dassman hoffentlich gar keine Schwürigkeit finden wird,denselben auch durch den ungeübtesten Dorfschreiner,mit ganz unbedeutenden Kosten, zu Stande bringenzu lassen.
Ich habe auf diesem Kupferstiche dem Radius nochanderthalb Zolle mehr gegeben, dass also die Gradejetzt eine überflüssige Grösse haben.
Sollte ein solcher Sextant nicht gerathen, verder-ben oder abhanden kommen, so würd wenig Geschick-lichkeit dazu erfordert, einen ganz neuen zu machen.Die Grundzeichnung dazu ist ein gleichseitiges Drei-eck, aus dessen Spitze ein Bogen beschrieben, unddessen eine Seite mit der Ziellinie reehtwinklich durch-schnitten wird. Der Bogen wird erst in 5 , und dannauch in 6 gleiche Theile getheilt. Wenn man nundie lezte Eröfnung des Zirkels beibehält, und auseinem je andern und andern der vorhandenen Theil-punkte umzuschlagen anfängt, so kommen alle ein-zelne Grade richtig.
Es sind öfters kostbarere Sextanten, und besondersmessingne von mir verlangt worden, die in einem Zim-mer zugleich zur Zierde aufgehängt werden könnten.