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Friedrich Christoph Müllers ... Tafeln der Sonnenhöhen für ganz Deutschland und dessen westlich und östlich benachbarte Länder : nebst einem in Kupfer gestochenen Sextanten
Entstehung
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Vorrede.

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sehen Tafeln in den Stand sezten. Hierauf erhieltich von dem Herrn S e e c a p i t ä n M ii 11 e r in S t a d e,feine vortreflicne Erklärung des HamburgerSchifferkalenders, und mit derselben zugleicheinen Abdruck der berühmten Douwesschen Tä-feln, die Breite auf der See, durch Beob-achtung zweier Sonnenhöhen zu finden.Da diese Tafeln zugleich zur Bestimmung der Zeit ausSonnenhöhen möglichst bequem eingerichtet sind, sowaren sie mir sehr willkommen, und ich habe meineBerechnungen nach denselben vollendet.

Um mir noch mehr Erleichterung zu verschaffen,habe ich nur von zwei zu zwei Graden, nehmlicho, 2 , 4 u. s. w. und von fünf zu fünf Tagen, nehm-lich den i, 6 , Uten u. s. w. jedes Monates, unmit-telbar gerechnet, für die zwischenliegenden Gradeund Tage aber blos interpolirt.

Zum Werkzeuge erwählte ich einen Sextanten,der ohne Fusgelteil aus freier Hand gebraucht wer-den kann, und liess durch einen geschickten Tisch-ler, zu jedem Exemplar, (st n solches Werkzeug auswohlgetrocknetem Fichtenholz verfertigen. Es hatte9 Rheinländische Zolle im Radius , und gab folglichweit grössere Grade und mehr Genauigkeit, als eingewöhnliches Astrolabium. Die Form zu der Thei-lung hatte ich selbst mit der grösten Sorgfalt geschnit-ten, und liess durch einen Buchbinder jeden Abdruck,so wie er aus der Presse kam, gleich aufleimen; umden Unrichtigkeiten, welche aus dem unrcgelmässigenEingrimpen des Papiers beim Trocknen entstehen,vorzubeugen. Ich sorgte zugleich für die äussersteWohlfeilheit. Tafeln und Sextant kosteten zusam-men nur einen Thaler«

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