Buch 
Friedrich Christoph Müllers ... Tafeln der Sonnenhöhen für ganz Deutschland und dessen westlich und östlich benachbarte Länder : nebst einem in Kupfer gestochenen Sextanten
Entstehung
Seite
15
JPEG-Download
 

Vorrede.

15

schloffen, weil die Sonne in denselben, und besondersin den Wintermonaten, zu träge steiget oder sinket,als dass die Sonnenhöhen, welche in denselben genom-men werden, eine zuverlässige Bestimmung der Zeitverstatteten; weswegen sich auch selbst kein Astronomsolcher Höhen zu diesem Zwecke bedienet.

Dass ich übrigens die Gränzen gerade zwischen10 Uhr 9 Min. und 1 Uhr 51 Min. gesetzt habe; da-von liegt die Ursache blos in einem typographischenUmstände. Die Vormittags - Columncn würden nehm-lich, wegen der hinzugekommenen vierten Ziffer,breiter geworden seyn , als die Nachmittags - (Ko-lumnen , welches einen Misstand verursachet habenwürde.

Was endlich den Umstand, der Einschränkung sol-cher Tafeln auf einzelne Polhöhen und Jahre,betrift; so stellte ich ihn mir selbst anfänglich hinderli-cher und nachtheiliger vor , als ich nachher bei derFortsetzung der Berechnungen, und den besondersdarüber angestellten Untersuchungen fand.

Ich habe jedes System auf die dreissigste Minutedes Grades der Polhöhe, welchen es zur Ueberschrifthat, berechnet. Wenn man folglich das System nichtausserhalb diesem Grad, auf dessen Mitte es berechnetist, gebraucht, so kann man in der Polhöhe nie umeinen halben Grad fehlen, und ist folglich in der Be-stimmung der Zeit keinem grösseren Irrthume ausge-setzt, als die Hälfte der Differenz der Zeiten beträgt,welche zwei auf einander folgende Systeme für einer-lei Eingänge geben. Und diese halbe Differenz be-trägt, wie der Augenschein der Tafeln lehret, diemeiste Zeit nur eine oder ein Paar Minuten; zuweilen,