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Friedrich Christoph Müllers ... Tafeln der Sonnenhöhen für ganz Deutschland und dessen westlich und östlich benachbarte Länder : nebst einem in Kupfer gestochenen Sextanten
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Vorrede.

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keit. Die Sonne muss also zu gleichnahmigen Oerternund Beziehungen, in einem Jahre um eine gewisse An-zahl von Stunden und Minuten früher, und in einemandern um so viel später gelangen.

Da nun die Abweichung der Sonne, oder vielmehrihr Abstand vorn Pole, ein Hauptbestimmungsstück derZeit aus Sonnenhöhen ist, so schienen, wegen ihrer Ver-änderlichkeit, für jedes Jahr neue Sonnenhöhentafelaeben so nothwendig zu seyn, als neue Calender.

Anfänglich wollte ich, auf eine Art, welche schonvon verschiedenen Astronomen zu Tafeln, wobei eseben nicht auf die höchste Genauigkeit ankommt, istgebraucht worden, ein idealisches Mitteljahr zwischenzwei Schaltjahren zum Grunde legen. Da ich aber inder Wahl dieser Schaltjahre unschlüssig war, und alleJahre, bis zum Jahre 1900, in Rücksicht auf dieVerschiedenheit des Sonnenlaufes, durchmusterte, er-wählte ich endlich das Jahr igoo zum Normaljahr, rnitwelchem, wie ich fand, die meisten Jahre dieses De-cennii und des künftigen Seculi am besten überein-stimmen.

In der ersten Ausgabe hatte ich eine Tafel rnitge-theilet, die ich aber jezt zu wiederholen überflüssigfinde, worin ich für jedes Jahr, bis zum Jahre 1850,in Tausendtheilen eines Tages angegeben hatte, umwie viel früher oder später die Sonne, an einerlei Ta-gen, die nehmliche Abweichung bekommt, als imJahre 1800, wornach sich dann die Tafeln der Son-nenhöhen sehr leicht auf ein vorgegebenes Jahr redu-ciren liessen. In dieser Tafel findet sich nun blos beidem Jahre 1796, die Zahl 969. Bei allen übrigenJahren ist sie kleiner, und beträgt bei den allervvenig-sten einen halben Tag.