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Vorredei
Da aber, der Gregorianischen Einrichtung zu-folge, das Jahr 1800 nicht zu den Schaltjahren gehö-ret, und doch auch diele mit ihm verglichen wer-den mussten; so fieng ich es nicht wie gewöhnlich,mit dem ersten Jänner, sondern auf VenetianischeArt, mit dem ersten März an, und machte also denersten März des Jahres iZoi, für die Schaltjahre zürnt29 Februar,
Dies gewährte den wichtigen Vortheil, dass mansich bei dem Gebraufch der Tafeln gar nicht an dieJahrzahl und den Umstand, ob man sich in einem ge-meinen, oder in einem Schaltjahre befindet, zu keh-ren braucht. In gemeinen Jahren fällt der 29 Februarvon selbst weg; und wenn man in einem Schaltjahrean diesem Tage Sonnenhöhen misst, so wird man nachder ihnen zugehörigen Zeit nicht vergeblich suchen.
Für das gedachte Normaljahr habe ich nun dieAbweichung der Sonne, im wahren Mittage jeden Ta-ges, aus den Mayer sehen Sonnen tafeln, sowiedieselben in der Sammlung astronomischerTafeln, welche die Academie zu Berlin her-ausgegeben hat, enthalten find, berechnet, und dabeieinen Meridian, der 6 Grad östlicher liegt als das Pa-riser Observatorium, zum Grunde gelegt.
Da nun aus dein Vorigen erhellet, dass sich dieAbweichung der Sonne, von den Tagen des Normal-jahres, nur selten um einen halben Tag versetzet, sofolgt hieraus, dass mau wegen dieses Umstandes kei-nem grösseren Fehler in der Bestimmung der Zeit ausSonnenhöhen ausgesezt ist, als die Hälfte der Differenzder Zeiten beträgt, welche man bei einerlei Eingän-gen zwischen zwei auf einander folgenden Tagen stn-