Vorrede.
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sehen Dämmerung angaben, und also keine „Tafelnder Sonnenhöhen, sondern vielmehr der Sonnentiefewaren, in der gegenwärtigen Ausgabe weggelassen.Ueberhaupt habe ich bemerkt, dass alle dergleichenTafeln unmathematischen Besitzern mehr zum Anstossund zur Verwirrung, als zum Gebrauch und Nutzengereichen.
Ich war einmal Willens, die Strahlenbrechunggleich bei der Berechnung der Tafeln mit in Anschlagzu bringen. Allein der Umstand, dass die veränderli-che Schwere und Temperatur der Luft doch keineGleichförmigkeit gestattete, rieth mir davon ab. Diezweiten Eingänge der Tafeln sind , also durchaus wahreHöhen, ohne Rücksicht auf Strahlenbrechung.
Dass nun, die angezeigten unvermeidlichen astrono-mischen Umstände und Anomalien abgerechnet, Tafelnund Sextant die wahre Sonnenzelt wirklich bis aufeinzelne Minuten angeben, bedarf keines weiterenBeweises. Der Augenschein lehret, dass in den Tafeln,,auf einen Grad Sonnenhöhe, die meiste Zeit 6 bis 7Minuten kommen, und dass die Grade des Sextantenso gross seyen, dass auch ein grober Lothfaden daseiner Minute zugehörige Stück kaum bedecket.
Astronomen, welche die wahre Zeit öfters bis aufDecimaltheile von Secunden wissen müssen, ist nunfreilich damit noch lange nicht gedient. Aber für sieist dies Werk auch keinesweges bestimmt, sondern blosfür das gemeine Leben. Und für dieses gewährtes, wie mir däucht, nicht allein alle erforderliche, son-»dem auch eine überflüssige Genauigkeit.
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