nach einiger Zeil ein ; oder dass beide dauernd unter die Schwellesinken; oder dass, wenn beide getrennte Tlieile psychophysischverschieden sind, auch die Qualität des Bewusstseinszustandes fürdie getrennten Theile eine verschiedene wird.
Unter welchen der verschiedenen möglichen Fülle die I’flilger’-sclien und so viele verwandte Versuche treten , ob ein Kopf ohneKumpf, ob ein Rumpf ohne Kopf bei höheren Thierklassen und demMenschen noch eine Zeit lang empfinden könne, sind Fragen, dienach den Erörterungen im 37. Kapitel noch nicht sicher zu ent-scheiden sind. Wir wissen bisher weder, ob eine psychophysischeBewegung Uber der Schwelle bei irgendeinem lebenden Geschöpfein das Rückenmark hineinreichen kann, noch ob sie sieh nachTrennung vom Kopfe darüber erhalten kann, noch welche Ver-schiedenheiten etwa zwischen verschiedenen Thierklassen beste-hen; und so sinnreich die angestelllen Versuche und darüber ge-pflogenen Erörterungen sind, so bleibt immer noch die .Möglichkeitverschiedener Auslegung übrig.
Zu den Spallungsvorgängcn, welche eine extensive Verdop-pelung der Seelen zur Folge haben , gehört die Geburt des Men-schen und der höheren Thiere. Nur kommt diese Verdoppe-lung hier nicht dadurch zu Stande, dass zwei ähnliche Theil—Systeme, die über der Schwelle Zusammenhängen, getrennt wer-den, sondern dass ein solches unter der Schwelle, der Organismusdes Kindes, von einem solchen über der Schwelle getrennt wird,und durch die Trennung seihst Uber die Schwelle tritt. Die Reizeder Aussenwell gehören nämlich zu den Redingungen, welche einsonst dazu disponirtes System über die Schwelle zu heben ver-mögen, w ie das Erwecken aus dem Schlafe beweist, daher dasabgetrennte Kind, ungeachtet ihm durch Trennung des Zusam-menhanges mit der Mutter eine Lebensbedingung entzogen wird,doch erst mit dieser Trennung zu erw achen vermag. Bei niederenThieren tritt an die Stelle der Fortpflanzung durch Geburten zumTheil die freiwillige Spaltung des ganzen Organismus über derSchwelle, und der Unterschied zwischen beiden Fällen hat hie-naeh auch nicht den Charakter eines absoluten.
So viel von den Verhältnissen der psychophysischen Conti-nuität und Disconlinuilät des llauptbewusstseins nach räum-licher Beziehung. .Nun besteht aber für jedes Individuum- im Be-sondern noch eine Continuität des Hauptbewusslseins durch die