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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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Vorbereitung. z

per und Thiere nur ihre Gestalt auf verhärteten Erden undSteinen aus, und werden hernach zerstöret, so, daß nurbloß ihr Urbild auf jenen Körpern zurücke bleibt. Nichtselten dringen auch erdichte Materien in die schal ichtenThierkörper, nehmen allmählich ihre Gestalt an, und ver-härten sich, werden auch wohl hernach mit mineralischenDünsten durchdrungen, oder nur überzogen; die Schalenselbst aber werden zerstöret. Alle dergleichen Körper heißtman versteinerte Dinge. Es kann aber ihr Begriff auchnoch weitläuftiger seyn, wie er wirklich ist, so, daß mandie in thierischen Körpern entstehenden Steine mit darunterzählet; ingleichen auch wirkliche mineralische Körper, dieeine einem Pflanzentheile, oder thierischen ähnliche Gestaltangenommen haben.

§. 5 .

Eigentlicher Unterschied der mineralischen Körper von den ve«getabilischen und thierischen.

Wenn man von der Geburtsstätte abgeht, daran maneinen mineralischen Körper erkennen kann (§.z ): so hatman noch ein inneres Kennzeichen desselben, welches zu-gleich die Gränzen zwischen diesem, und den übrigen na-türlichen Körpern ausmacht, und in der Art des Wachs-thums besieht. Dieses kann nur auf zweyerley Art gesche-hen: entweder, daß ein Körper durch einen allmählichenAnsah gleicher oder ungleicher Theile von außen sich ver-größert; oder daß er solchen durch eine innerliche Bewe-gung der Säfte in gewissen Gefäßen erhält. Jenes ge-schieht nur bey den gegrabenen Dingen; dieses bey den ve-getabilischen und thierischen. Nun spricht man denjeni-gen Körpern ein Leben zu, in welcben eine Bewegung derSäfte wahrgenommen wird, und dadurch das Wachsthumgeschieht: den andern aber spricht man es ab. Daherwird der Unterschied der mineralischen Körper von den ve-getabilischen und animalischen darinne bestehen, daß diesebeyde leben, jene aber nicht. Da nun aber das Leben ei-

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