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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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4 Vorbereitung.

nen organischen Bau zum Grunde seht; so wird ferner derUnterschied der mineralischen Dinge dadurch bestimmt, daßsie keinen organischen Bau, wie jene, haben. Endlichkömmt auch noch dieser Unterschied dazu, daß die minerali-schen Körper keinen Saamen zu ihrem Urstoff und zu ihrerErzeugung haben, wie die Pflanzen und Thiere. Manredet zwar von einem Saamen der Metalle, und könnte da-her wider den vorgemeldeten Unterschied ein Einwurf ge-machet werden: allein, gescht auch, daß ein Saame fürdie Metalle da sey: welches doch mit nichts kann erwiesenwerden; so versteht man doch unter dem Saamen der Me-talle eine ganz andere Materie, als unter dem Saamen derPflanzen und Thiere: als welcher in diesen organischen Kör-pern vorher selbst erzeuget wird, und hernach eine Kraft insich selbst hat, das nämliche Geschöpf aus sich hervorzu-bringen. Mit dem angeblichen Saamen der Metalle aberist es anders beschaffen: dieser entsteht nicht in und ausden Metallen, sondern außer ihnen, und wird als ein blos-ser Dunst vorgestellet, der in dem Innern des Erdbodensvon der Natur hervorgebracht wird, und sich hernach angewissen Stellen ansetzet, verdicket, und erhärtet.

§. 6 .

Ein vermennkliches Unterscheidungszeichen der mineralischenKörper wird widerleget-

Einige Schriftsteller wollen zwar auch aus der unge-wißen und unbestimmten Gestalt der Mineralien, einMerkmaal und Unterschcidungskennzeichen von den an-dern natürlichen Körpern hernehmen: allein dieses Merk-maal ist nicht allgemein; Denn viele Mineralien, alsdie Salze, die Drusen, und verschiedene Erze habeneine bestimmte Gestalt; der versteinerten Dinge nicht zugedenken.