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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
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23
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Vor: den Erden überhaupt. 2z

§. 2.

Bon dem Unterschied der Erben.

Die Anzahl der Erden ist groß, ihre Art manni'chfat-tig, und eben so mannichfalrig ihr Unterschied. Man kanndieselbe nach verschiedenen Gesichtspuncren unter einanderbetrachten, und nach verschiedenen Eigenschaften, die siemit einander gemein oder nicht gemein haben, auf man.cherlcy Weise verbinden und trennen, das ist, in verschie-dene Classen bringen. Richtet man sein Auge auf die Consi-stenz, so lasten sich dieselbe in staubichte, milde, bröcklich-te, derbe und feste eintheilen; unter welchen letzter» einigeden Steinen ziemlich nahe kommen, wie z. E. der Gall-mey. Sieht man auf die Farbe, so hat man weiße,schwarze, gelbe, grüne, braune, blaue und rothe Erden.Betrachtet man ihren Nutzen, so lassen sie sich in gemeine,und edle, und jene wieder in fruchtbare und unfruchtbare,die edlen aber in medicinalische und Farbccrden eintheilen.Sieht man auf ihr Verhältniß im Wasser, so findet sich,daß einige dasselbe trübe machen, und sich davon in einenSchlamm verwandeln; andere aber nicht. Beurtheiletman sie nach ihrer Mischung und Natur, so bemerket man,daß einige mit Säuren brausen, einige sich im Feuer ver-harren, einige locker werden, einige brennen, einige leicht,fiüßig, einige streugflüßi^ sind, einige aber ganz unverän-dert bleiben.

§- r-

Fortsetzung.

Dieser letztere von der Natur und Mischung der Erdenhergenommene Unterschied, ist, deucht mir, der gewissesteund beste; daher ich nach solchem auch die Erden einzuthei-len kein Bedenken trage. Ich folge hierinne Hauptfach-lich dem verdienten Herrn Professor Pott, welcher die in-nern Eigenschaften der Erden auf das genaueste erforschet,und nach solchen dieselbe unter gewisse Classen gebracht hat.

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