4o Thonerden.
indem jener geleugnet, daß es von entzündlicher Art sey,'dieser aber es bejahet, und sich auf die Ausziehunq desselben !durch eine alkalische Lauge berufet; welchen Versuch aber jHerr Professor porr ganz in Zweifel zieht. Ich mag ^mich in diesen Streit nicht einmischen. Wenn es mir aber !erlaubt ist, meine Meynung hierüber frey zu sagen, ohne ,die Hochachtung, die ich gegen beyde angesehene Männer !habe, dadurch zu verletzen, wenn ich dem einen zu wi-dersprechen scheine; so glaube ich, daß es entzündlicher Art ,sey, nicht deswegen, daß mir der obige Versuch hiervoneine Ueberzeugung gäbe, denn dieser ist meines Erachtens,wenn er auch eintrifft, welches ich jetzt unentschieden lasse,noch vielen Bedenklichkeiten unterworfen, sondern darum, !weil der Thon die metallischen Kalche in etwas reducirt, und jweil nicht selten Schwcfelkieße sich in demselben erzeugen. !Die entzündliche Natur dieses Klebers wäre freylich am ^handgreiflichsten darzuthun, wenn der Thon mit Salpeter idetonirte: allein mir deucht, es gebe mehrere Körper, die !ganz unleugbar ein Phlogiston bey sich führen, und dennoch ^nicht detoniren.
4. Wenn der Thon im Feuer sich gelb oder roth bren-net, so rührt solches von einem eisenschüßigcn, bald gröbern,bald feinern Wesen her.
5. Eben dieses eisenschüßige Wesen giebt dem Thon sei-ne mancherley Farben, die Weiße ausgenommen. DasAquaregis zieht dieses Wesen bald mit, bald ohneBrausen aus, und ein rother Thon bleibt hernachweiß zurück.
6. Von dem eisenschüßigen Wesen kömmt es auch, daßeinige Thonerden im Feuer in eine eisenschlackigte schwarzeMasse zerfließen, einige aber so hart werden, daß sie amStahl Feuer schlagen. Die kalkigte Erde hat aber aucheinen Antheil am dem Zerfließen des Thons.
7. Die