Thonerden. 41
7. Die gefärbten Thone können zu groben Mahler-farben dienen; zu welchem Ende man sie vorher wa-schen und schlemmen muß, wenn sie nicht von Nacurschon fein genug sind.
8. Die Thonerden scheinen ursprüngliche Erden zuseyn, daö ist, solche, welche aus keiner andern durcheine gewisse Verwandelung und Abänderung entstandensind. Die Meynung des Herrn von Busfon, daßder Thon auö einem zerstörten Sande erzeuget wer-de "), ist sehr unwahrscheinlich, und hat dieser gelehr«te Mann nicht überlegt, daß man auch in dem Tief-sten der Erde, und auch unter Sanvscbichren, Thon«schichten genug antrifft, wohin sein vermeyntliches Feuernicht hat dringen können. Es ist auch nicht wahr-scheinlich, was andere gelehrte Männer behaupten, daßeinige Thonerden aus zerstörten vegetabilischen Erden ent-stehen sollten, wenn ein entzündliches Wesen sich mitden leßtern verbände. Denn es müßten wohl sodanndiese Thonerden mehr entzündliches haben, als die ve-getabilischen Erden selbst von Natur haben, welches abermeines Trachtens sich nicht findet; indem alle Thonerden,auch die, so auf der Oberfläche find, immer wenigerals die Dammerden haben. Die unter dem Turf be-findliche Thonlagen geben meines ErachtenS eben so we-nig einen bündigen Beweis von dieser Verwandelungab: man müßte denn erweisen können, daß überhaupteine Erde ihren Ursprung von einer andern habe, un-ter welcher sie liegt.
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1;) S. Allgemeine Historie der Natur. I.Th. S.-4Z.