204 Versteinerungen
sind nicht so selten; ob man gleich auch Ursach hat, nicht ei-nen jeden Knochen, oder was dem ähnlich sieht, dafür zuhalten: denn auch hier vermag die Einbildung viel; wie ichdenn selbst einen im Stein sitzenden Knochen besitze, welcher ei-nem Wirbelknochen ziemlich ähnlich sieht, von dem ich aberdem ohngeachtet nicht gewiß sagen kann, ob es einer ist.Wenn die Knochen Hirnschalen sind, und es sitzen auch nochdie Zähne darinne; so ist es nicht schwer, zuerkennen, daß sievon einem menschlichen Körper sind. Es leiden aber dieMenschenknochen, nach den bisher angestellten Beobachtun-gen, bey ihrer Versteinerung mancherley Veränderungen:einige sind bennahe noch in ihrem natürlichen Zustande, undnur etwas harter, als gewöhnlich; einige erscheinen gleich-sinn calcinirt; einige aber sind ganz versteinert. Man willübrigens auch unter den versteinten Theilen von menschlichenKörpern ein versteintes Gehirn gefunden haben, welches nochin der Hirnschale gesessen, und so hart, wie ein Kiesel ge-wesen, jo, daß es gegen Stahl Feuer gegeben").
§. 12 .
Versteinte vierfüßige Thiere, roolitl», kctriücsts snl-mrlia guslirupeclum.
Von versteinten vierfüßigen Thieren findet man höch-stens sceletirce Stücken, und sodann einzelne Knochen. Je-ne sind seltener; und es sind mehremheils Knochen von aus-ländischen Thieren, die entweder zum Theil noch aneinan-derhängen, oder los beysammen liegen. Bey dem FleckenTonne ohnweit Langensalze wurden Anno 1695. einige sehrgroße Knochen unter einem Sandhügel gefunden, welchevon einem Thiere und ohnstreitig von einem Elephantenwaren, wie aus zweyen acht Schuh langen und aus demKopfe hervorragenden Zähnen, und der ungeheuren Größeund Schwere der übrigen Knochen zu erkennen war');
deren
8 ) S-Happels Sckatzk-rm, k. T'Lw'rrel. «je
Mer kbernatürlicher Er- §-eÄo ?o>rikl»r»/>rx
schichten. S-ns- eKUö. 6 ocl». ,69s. 12. wovon
«uch