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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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240
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240 Versteinerungen

dringen, und eine irdische Materie, so sie zu fassen geschicktist, in die Zwischenräume hineinführen und daselbst absehen.Und eine jede Erdart, woferne sie nur in einem selchen Zu-stande ist, daß sie von dem Wasser aufgenommen werdenkann, ist geschickt, eine ihrem Wesen gleiche Versteinerunghervorzubringen. Ein Erdboden, der einen Mangel anwäfferichten Feuchtigkeiten hat, ist daher zu einer Verstei-nerung gänzlich ungeschickt, und die Beobachtungen lehrensolches klärlich, mästen die Hölzer an dergleichen Orten ge-meiniglich in ihrem natürlichen Zustande gefunden werden.Hingegen können auch die Gewächse in keiner allzufeuchtenErde zur Versteinerung gelangen; sondern werden vielmehrdavon zerstöret, oder erhalten fich darinne unverändert. We-nigstens erfordert eine lange Zeit, ehe nur ein Anfangzur Versteinerung daran gemacht wird.

§. Z5-

Von Kräuterabdrücken, ?li>tot5pc>litlii.

Wir sehen gewisse Vorstellungen von Land - und See«krauten,, entweder im ganzen, oder in einigen Theilen, alsZweigen, Blättern, Blumen, Stengeln u.s. f. auf verhär-teten Erden und Steinei, abgedruckt, und zwar mehrentheilöso, daß sich von denselben nichts weiter, als derjenige Raumzeiget, den sie ehedem eingenommen haben, benebst der Ab-bildung verschiedener Theile, so ihre Oberfläche ausmachten.Gar selten erblicken wir noch einige unveränderte Ueberbleib-sel des vorigen Körpers Diejenigen Körper aber, wor-auf sich die Kcäutergcstalten finden, sind mehrentheilö Schie-fer, verhärtete Letten, thonartige Mergelsteine, zusammen-geschwemmte Sandsteine, Toph und Sinter; ob sie wohlauch nicht in viel härtern feuerschlagenden Steinen, als Jaö-pisen, Achaten, Quarz und Cristall fehlen. Die Kräuteraber, so ihre Abdrücke hinterlassen haben, sind gemeiniglich

solche,

7;) S- Klein, cie I' Lc. clc, 8c. cke ksr. 1699. pstz. rzr. und-Henkels klar. 8sturi»ir, paz. 519.