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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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242
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24» Versteinerungen

§. Z6.

Die Abdrücke sind von gebildeten Steinen zu unterscheiden.

Gleichwie aber diese Kräuterabdrücke ihren Ursprungeinem wirklichen vegetabilischen Körper zu dankm haben:so müssen hingegen diejenigen Vorstellungen von verschiede-nen Pflanzen und Bäumchen damit nicht verwechselt wer«den, die man auf mancherley Steinen dergestalt abgebildetfindet, daß man bey denselben weder den zurückgelassenenRaum derjenigen Sachen, die sie vorstellen, noch vielwcni-ger aber einige Spuhren ihrer vorigen Theile wahrnehmenkann. sind dergleichen Gestalten bloße Nachahmungender Natur; wie die mit selbigen oft verbundene Vorstellun-gen von ganzen Landschaften, Bergen, zerfallenen Mauren,und dergleichen Mahlereyen, gar deutlich anzeigen, die mannicht selten in dem Florentinischen und Salzburger Marmor,auf verschiedenen kalkichten Bruchsteinen, und in mancherleyverhärteten Letten und Mergel, nebst den erwähnten Baum-figuren, wahrnimmt.

§. Z 7 -

Versteinert Holz, I-ixnum petrcfsÄum,

Unter den versteinten Gewächsen ist besondere daö Holzder Bäume zu bemerken. Ee werden davon große Stücke,Scheite, ja ganze Stämme mit ihren Aesten und Wurzelnunter der Erde gefunden, wovon allerhand Beyspiele vonHerrn Schulzen aus verschiedenen Schriftstellern gesamm-let, und auch mit eignen Beobachtungen vermehret wordensind ^). Die Iahrwüchse, Züge, Röhren, und was son-sten zur Slructur deö Holzeö gehöret, zeigen sich an denversteinten Stücken oft ganz deutlich: ja es fehlet auch nichtan solchen Beyspielen, wo an einem Stücke ein Theil noch un-verändert und der andere versteinert ist. Man trifft Holzvon allen Arten an, das eine Versteinerung erlitten hat, und

die

76) S. dessen Betrackrung der versteinerten Höher.

Dreßd. und Leipz.inq. «. m.K.