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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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283
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«salze, die nicht schmelzen.

§. 24.

Tinkal, roher Dbrar, korsx crullki«, 8al HncsI.

Der Tinkal ist, wenn wir ihn von andern Salzen kurzund gut unterscheiden wollen, dasjenige Salz, welches sichim Feuer verglaset, nachdem es vorher schaumig und zähe ge-schmolzen hat. Man findet es in China und Japan, als einvon der Natur hervorgebrachtes Salz, und es wird' inHolland und Venedig Borax daraus gemacht. Es hat dieGestalt brauner, unreiner, fettichker Klumpen, die mitSalzcristallen, Steinen, u. d. g. durchmischt sind. Dievornehmsten und wesentlichen Eigenschaften hat es mit demBorax gemein; welche aber nicht hier, sondern in der Che-mie zu erörtern sind.

Dritte Classe.

Von Salzen, die im Feuer hart bleiben.

§.

Kochsalz, Salz, 8alcommune, dlliris.

1 jnter den Salzen, die im Feuer hart bleiben, und zwar4-4 vergleichungSweise in eben demselben, in welchen dieandern stießen, kömmt nach meiner Cintheilung das Koch-salz zu stehen. Es ist ein feuerbeständiges vollkommenesMittelsalz, zeiget sich wie bekannt in würflichken Cristallen,und prasselt, wenn es auf Kohlen geworfen wird, geräthaber nicht in Fluß.

H. 26.

Arten des Kochsalzes.

Das Kochsalz findet sich in der Welt auf dreyerleyArt,1) unter der Erden in trockner u-d fester Gestalt; 2) unterder Erden in nasser lind flüchtiger Gestalt; z) in dem Meer-wasser und verschiedenen Seen. Man theilet daher alles

Koch«