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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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298 Laugenhafce Salze.

den flüchtigen sich unterscheiden, daß sie einen scharfen undeinigermaßen brennenden Geschmack haben, im Feuer wieein Brey schmelzen, und darinne nicht fortgehen, den Sub-limat aus dem Wasser braunroth niederschlagen, und mitder Vnriolsaure ein sogenanntes 8sl mirabile machen; durchwelche letztere Wirkung sie sich zugleich von dem Laugensalze,das aus der Asche der Gewächse gezogen wird, unterscheiden,als welches mit der Virriolsäure einen 'I'srtgrmn virriola-tum macht, und zugleich viel schärfer ist, als jene.

§- 4 l.

Wie e« gefunden wirb.

Die Natur liefert uns das mineralische Alcali in ver-schiedener Gestalt:

1) reine und für sich selbststandig,

2 ) mit alkalischen Erden vermischt,z) mit allerhand Säuren gebunden.

§. 42.

Nelnes Alcali, Persisch Salz, 8sl perlicum.

DaS reine mineralische Alcali, welches vielleicht daswitrum und Natron der Alten ist, sind« sich, so viel manbisher weis, in Europa nicht, hingegen ist es in benden In-dien und Aegypten und Persien desto häufiger anzutreffen.Es wird daselbst als ausgewittert auf großen öden Felderngesammlet, und damit als einer zur Bereitung der Seifeund des Glases nöthigen Waare gehandelt. Es ist fast nieohne Spuren eines wirklichen KüchensalzeS, wie HerriDo-dcl versichert'"), der es oft aus Astrachan erhalten und da-mit Versuche angestellet hat: und welchem wir daher mehrGlauben, als dem Herrn Baron, zustellen müssen, der dasKüchensalz darinne in Zweifel zieht. Es ist ein großerFehler, daß in vielen Schriften dieses Persische Salz mitdem Tinkal für einerley gehalten wird. Tinkal ist schonwirklicher Borrar, der nur eine Reinigung von seinen schmie-rigen Theilen nöthig hat; es geschehe nun solches mit oderohne Zusah. Das Persische Salz ist das mineralische Al-cali

>o) 2" der Abh. v. naeürl. Salm. S-I. Not. f. und S. ;>.