Zoo Laugenhafte Salze.
§» 44 «
Kalksalz, Mauersalz, ^pkronitnim, l^itrum crlcsreum,k^struni msrworis.
Daö Kalksalz findet sich auf Kalksteinen an alten Mau-ren und Gewölben,, ingleichen in Berggruben und Kalk-steinbrüchen, und auf kalkichcen Schiefern. Allerwegen er-zeuget sich dasselbe durch eine Auswitterung, welche von ei-nem sauersalzigen Wesen in diesen Körpern veranstaltet wird,so daß solches einige feste Theilchen zerfrißt, sich in-solche zu-gleich feste einnistelt, und mit ihnen in eine Art eines Sal-zes übergeht: denn daran ist kein Zweifel, daß kein Alcaliohne Säure entstehen kann. Seine Gestalt ist verschieden,mehlicht, dichte, rhomboidalisch und prismatisch. Das letz.tere sieht mehr einem Salze gleich, und hat auch einen et-was schärfer» Geschmack, wie jene, die fast gar nicht sal-zicht schmecken: obwohl auch das prismatische gegen ein rek-neS Alcali einen stumpfen Geschmack hat. Es wird dassel-be von einigen wegen seiner mehr sichtbaren salzichten Ge-stalt l-lilinarnun genennt. Ob nun wohl alles Kalksalzeine Kalkerde bey sich führet; so hat doch immer eine Artmehr davon, wie die andere; und daher kömmt es, daßeines merklichere Proben eines alcalischen Salzes, wie daSandere, giebt "). Man har nicht Ursache, dieses Salz inbesondere Geschlechter zu unterscheiden, wie Hr. lVallcnusund andere thun: es ist wesentlich gewiß kein Unterschieddarunter. Eine gewisse Art gähret nicht mit sauren Geistern,u. ist daher mehr selenicisch, als alcalisch: es sieht auch mehr ei-nem Steine, als einem Salze, gleich. In einigenGesundbrun-nen und warmen Bädern ist dieses Kalksalz auch anzutreffen.
§- 45 «
Kreidesalz , 8al cret«.
Vom Kreidesalze ist in keiner Mineralogie etwas zufinden; und ich weis nicht, warum es den neuern Schrift-stellern so ganz unbekannt geblieben ist, da doch Herr Bai-
dassari
„) Man kann hiervon die rius Mineralogie nehmen« S.Zeugnisse aus des Herrn Walle- r;o. rzi. 259.