Laugenhafte Salze. zor
dastari die gelehrte Welt schon vor zehn Jahren auf eineganz vollständige Weise hiervon benachrichtiget hat '*).
halte es aljo für desto nöthiger, eine umständliche Be-schreibung hiervon aus des Herrn Baldassari Werkchenallbier zu geben ; und wünschte nur, daß ich dieses Salzselbst schon möchte gesehen und untersuchet haben. Denn,die Wahrheit zugestehen, bey fremden und einzelner Män-ner inren Versuchen kann ich mich nicht zwingen, keinZweifler zu seyn; da man so gar Ursache hak, an dem nochzu zweifeln, was viele Gelehrte einstimmig behaupten, oder,damit ich mich recht ausdrücke, einander nachsagen. Indem Sienesijchen Staate ist ein Strich kreidenartigen Lan-des, welcher von dem Salze, das ich seht beschreiben will,voll ist: er fängt sich bey Siena an, und erstrecket sichauf zwanzig und mehrere Italiänische Meilen in verschied-licher Breite. Die Oberfläche dieses KreidelandeS ist be-ständig , und vornehmlich bey trocknem Wetter, mit ei-nem aschfarbenen Salze, in Gestalt eines Staubes, inHöhlen aber und Risten dieses Landes, in Gestalt eineswollichten Wesens, bestreuet: manchmal hat es sich auchin den Höhlen, wie eine sehr weiße Rinde angehängt.Es zeigt sich am häufigsten in den Schichten der schwarzenund erdpechichten Kreide, die voll unterirdischer Kohlensind. Es schmeckt anfänglich wie Meersalz, und her-nach bitter und wiederwärn'g: es braust weder mit Säu-ren, noch alkalischen Dingen: vom Weinsteinöl wird sei-ne Solution milchicht und präcipitirt sich: es färbt denViolensaft grün: schlägt den Sublimat braunrolh nie-der : in einem glühenden Schmelztiegel fließt es zäheund dicke; es wird hernach bey der Erkaltung hart undzerfällt in der Luft in ein salzichtes Pulver^ dem seinenatürliche Bitterkeit fehlet: es macht mit Schwefel kei-ne Schwefelleber: es braucht zu seiner Auflösung so viel
Wasser,
14) Obtervsrioni loprs il 8s- 8-melc, 6el 0.le klelis tretg, con un 8sxxio <li /äir Xteci. il» O- I» 8i»krvrllnioiii nstursli clellc» Llsto ng, 1750. z.