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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
Seite
312
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Zl2 Schwefelichte Körper.

Ihr Gehalt an Eisen erstreckt sich inegemein auf zehn biszwölf Pfund.

7) Der weiße Kies führt Arsenic, und der gelbe Schwe-fel und Kupfer im Schilde. Je I mehr die Gelbe sich zurZeiechengrüne neiget, und je dichter, klarkörnichter und we-niger glänzender der gelbe Kies ist, desto reicher ist er anKupfer. Der strahlichte hingegen hält insgemein gar keinKupfer. Der schalenweise überlegte ist gemeiniglich ar«senicalisch, und wird auch in Betracht dessen koboldisch, jawohl gar Kobold genennt.

8) Es ist keine Steinart in der Welt, worinne oderwobey der Kies sich nicht finden sollte: er liebet auch Letten-und Thongruben, Mergel undKreide; ingleicken die Stein-kohlen , und unterirdisches Holz. Es wird auch nicht leichteine Erzader gefunden, wo nicht der Kies mit ins Semen-ge kömmt, ja diese wohl fast ganz und gar ausmacht, oderwenigstens ab und zu schleicht. Der Kies ist auch niemalsleicht ohne Blende, als welche sich auch im innersten derKieswürfel zu verstecken pflegt.

9) Der Kies bricht erstlich auf Erzgängen, manchmalganz allein, meistentheils aber nur als ein Gefehrde beyandern Geschicken. Er sehet so wohl bis in die Erbtenfe nie-der, als er über sich streicht, und fast gar zu Tage auskauft:und die meisten Erzadern beweisen sich von oben herein amallerersten mit Kies, und versichern den Bergmann, daßman allda entweder schon auf einem Hauptgange sihe, oderdoch auf denselben treffen werde. Er liebet zweytens dieFlöhlager, wovon die Schiefer- und Steinkohlenbergwerkezum Beweise dienen können. Drittens thut er sich Nester-oder Nierenweise hervor, wie man ihn so besonders in tho-nichten, leimichten, schiefrigen, und mergelartigen Lager-städten findet: wie auch viertens in Geschieben und Seifen-werken: und fünftens in alten Grubengebäuden, wo ersich auf Sinter ansehet. Die Kupferkiese lieben insgemeindas Schieferlager, und die martialischen das Steinkohlenflöh.

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