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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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497
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Halbmetalle. 497

eine Auswitterung vorstellen, so wie beym Cobolt und demWismutherze. Einige machen eine besondere Classe vonEigen daraus, und nennen sie Spicsiglasfedercrz, Eine-rs antnuomi pluinosti.

Die mehresten Spießglaserze führen zugleich etwas Ei-sen ; welches sich alsdenn bey der Saygerung zeiget. Nichtselten ist auch in denselben ein Schivefelkieß eingesprengt.

Ucbrigens ist von den Spießglaöcrzen zu merken, daßsie zuweilen eine besondere Bildung haben, und drusigt, kno-tigt, oder pyramidalisch gewachsen sind. Ich habe eineStufe, die einer Mergel ziemlich ähnlich sieht.

H. 8Z.

Geburtsstätlcn der Spießglaserze.

Ungarn, Frankreich, das Sächsische Erzgebirge, dasRiesengcbirge, Voigtland und Japan sind diejenigen Län-der, wo die Spicßglaserze reichlich gefunden werden. Spar-sam aber trifft man sie in Schweden, im Stollbergischen,Saalfeldischen und einigen andern Ländern an. DieseErze haben zwar ihre besondern Gänge, und diese zwar mehrin Tagegehängen, als in großer Teufe; jedoch brechen sieauch zuweilen bey Gold, bey Silbererzen, Bley. und Eisen-erzen.

84«

Anmerkungen über das Spießglas.

r. Aus einem Pfunde Spießglas lasten sich zehn UnzenRegulus scheiden; man muß aber gewisse Vortheile beob-achten, wenn man so viel erlangen will, sonst bekömmt manüber acht Unzen nicht, ja wohl nicht einmal so viel °').

2. Der Schwefel, der im Spießglase steckt, ist von demgemeinen Schwefel in nichts unterschieden: und wenn dieAlchymisten in dem Ungarischen Spießglase einen güldischensuchen, so verdienen sie ausgelachet zu werden.

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6l) S. Inüit. Lbem. §. 68l.

Vogels Mineralsyst.

z. Der