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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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506
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506 Halbmetalle.

leicht; der netzförmige aber nicht. Die Verwitterung istdem damit vermengten Kieße zuzuschreiben. Den gestrick.ten findet man meistens auf Quarz angeflogen.

e) Cobolt nur glasachrigen Steinen, als Hornstein,Quarz und Sand innigst gemischt und verbunden. Zu sol-cher Art gehöret a) der sogenannte kürcc Cobolt, oder derschwarze Schlackencobolt vom Sosauer Glück bey Schnee,berq, welcher ein mit Farbencobolt durchdrungener schwar-zer sehr fester Hornstein ist, der weder Arsenic noch Speisegiebt, und nur wenig blaufärbendes Wesen in sich hat:b) der sogenannte Sandcobolt, von grauer, schwärzlicheroder röthlicher Farbe, welcher nicht viel Arsenic bey sich hat,zum Theil aber, und in Versetzung mit andern Cobolten,eine seine blaue Smalte macht. Er pflegt gemeiniglichflötzweise zu brechen.

Mir Aalkgestein verbundener Cobolt, kömmttheils in unförmlichen Kalkstein, theils in schönenKalkspath-drusen und bunten Flößen zu Gesichte, wie im Wernigero-difcken und zu St. Annaberg. Dieser Cobolt verräth sichmeistens, wenn er einige Zeit an freyer Luft gelegen, durchden rothen Beschlag, welcher bey dieser Mischung luchc zumVorschein kömmt: er taugt aber nicht viel.

) Selenicischer Cobolt, oder mit Scleiüt innigst ge-mischrer; worunter vornehmlich eine gewisse Art Spiegel,cobolt gehöret, welcher nichts anders, als ein glänzenderund von Cobolt schwarz gefärbter Gipsipach ist. Er wirdeben so schwer, wie der kalkigte, auf blaue Farbe genaht.

6) Mir Mergel und Tbon vermischter Cobolt.Man erkennet den Cobolt in diesen Erden an dem rochenBeschläge, den sie in freyer Luft annehmen. Cobolt mitThon ist was sehr gemeines; und es ist nicht leicht eine Co-boltgrubc, deren Letten und Bestegnüß nicht roch beschlagenseyn sollte. Thon und Mergel sind auch öfters zusammenvermischt, und mit Cobolt durchdrungen. Alle diese erdig-ten Cobolte aber find arm und strengflüßig..

Ehe