Halbmetalle. 507
Ehe ich die Cobolte verlasse, muß ich nach der Cobolt.blürhe (kloz col>!,Iti), und des Cobolkbeschlags (sslo;cobalti tuperstcirilis) gedenken. Jene wird insgemein alseine besondere Sorte der Cobolce angesehen; sie ist aber ei.genilich nichts anders als ein cobaltischerSpath oder Quarz,darin»? der Cobolt eine Verwitterung gelitten hat. Sie istvon gelber oder röthlicher Farbe, und von einer strahlichtenoder haarichten Gestalt. Der Coboltbeschlag ist eine ange.fangene Verwitterung des Cobolts von allerley vorher bc.schriebenen Sorten.
Endlich muß ich von den Cobolten auch noch dieses an.merken, daß in mancbcn Stücken wohl drey. bis viererleyArten derselben sich beysammen finden; und daß ein guterFarbencobolc nicht nur mit Alcali und Sande ein blauesGlas giebt, sondern auch mit der Kochsalzsaure bearbeitet,eine sympathetische Dinte macht, welche desto höher undschöner ausfällt, je reicher der Cobolt am Farbcwesen ist.
H. 88.
Cobolt auf blaue Farbe zu probiren.
Die Probe des Cobolts auf blaue Farbe wird folgen,dermaßen angestellet: Man nimmt einen Theil klein ge.puchten Cobolt (z. E. ein Quenklein oder auch nur zweyScrupel), wirft davon etwas auf Kohlen, und sieht, ob ernach Arsenic stinkt. Ist dieses, so nimmt man die gemel-detc Portion, und röstet sie gelinde in einem Scherben, bisder Arsenic davon gejagt ist. Außerdem aber vermischtman den Cobolt gleich mit 2, 4 bis 6 Theilen weißen Kie.selsand und eben so viel Pottasche, und setzt das Gemische ineinem Tiegel in den Windofcn, oder vor das Gebläse. Wennes daselbst eine halbe Stunde oder drüber gestanden hat, sofährt man mit einem glüenden Haken hinein, und erforschet,ob sich die Masse dehnen, und wie ein Faden lang ziehenläßt. Wenn man dieses bemerket, so ist die Probe fertig;und man nimmt daher sogleich den Tiegel aus dem Feuer,und setzet ihn in ein Gefäß mit kaltem Wasser, oder gießt
nur